
1. Einleitung
Sie haben eine ADHS-Diagnose erhalten – oder vermuten, dass ADHS erklären könnte, warum vieles im Leben anstrengender ist als es sein müsste. Sie funktionieren, kompensieren, halten durch. Und wissen trotzdem: da ist etwas, das nicht passt.
ADHS bei Erwachsenen sieht oft anders aus als das, was die meisten kennen. Kein zappeliges Kind – sondern ein Gehirn, das unter bestimmten Bedingungen aufblüht und unter anderen regelrecht einfriert. Das tausend Ideen hat und beim ersten Schritt hängt. Das tief fühlt, schnell denkt, und trotzdem an To-do-Listen scheitert.
Ich arbeite mit Erwachsenen, die verstehen möchten, wie ihr Gehirn funktioniert – und was das für ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Beziehungen bedeutet.
2. Diagnosestellung
Eine fundierte Diagnostik ist der erste Schritt – und oft der wichtigste. Denn ein Gehirn, das man versteht, kann man unterstützen.
Die Testung umfasst:
– Ein ausführliches diagnostisches Interview (in der Regel 2 Sitzungen à 50 Minuten)
– Selbsteinschätzungsfragebögen zu aktuellen und früheren Symptomen
– Auswertung und schriftlicher Befundbericht
– Abschlussgespräch mit Rückmeldung, Einordnung und Ausblick
Bitte bringen Sie wenn möglich Schulzeugnisse oder andere Unterlagen aus der Kindheit mit – sie helfen dabei, das Bild zu vervollständigen.
Kosten: 578 – 731 € (je nach Umfang, Selbstzahler). Die Kosten werden von privaten Krankenversicherungen in der Regel entsprechend Ihres Tarifs übernommen.
Ich halte Plätze für die ADHS Diagnostik in meinem Terminkalender für Sie frei. Gerne können Sie einen Termin vereinbaren oder sich unter dem Betreff "Diagnostik" per Mail bei mir melden.
3. Nach der Diagnose - was jetzt?
Sie haben eine Diagnose erhalten und wissen nicht, wo Sie ansetzen sollen. Der Orientierungstag gibt Ihnen einen Rahmen: Orientierung, Austausch, und erste konkrete Strategien – in einer kleinen, geschützten Gruppe.
Was Sie erwartet:
– Wie Ihr Gehirn funktioniert – Neurobiologie verständlich erklärt
– Symptome und Ambivalenzen des ADHS-Erlebens
– Masking und bisherige Bewältigungsstrategien
– Stärken und Ressourcen neu betrachten
– Erste Strategien für den Alltag
– Austausch mit anderen Betroffenen
Details: Samstag, 12:00 – 17:00 Uhr · Hallerplatz 15, Hamburg · ca. 8 Personen · 195 € (Selbstzahler)
Nächster Termin: wird bekannt gegeben – tragen Sie sich in die Warteliste ein, um als Erste informiert zu werden.
4. ADHS als Thema in der Therapie
Eine Diagnose erklärt vieles – aber sie verändert noch nichts. In der Therapie geht es darum, was das konkret für Sie bedeutet: in Ihrer Arbeit, Ihren Beziehungen, Ihrem Alltag.
Ich arbeite verhaltenstherapeutisch, mit schematherapeutischen Elementen. Das bedeutet: Wir schauen nicht nur auf Symptome und Strategien, sondern auch darauf, wie Sie durch Ihre Erfahrungen geworden sind, wer Sie sind – und was Sie brauchen, um das Leben zu führen, das Sie sich wünschen.
